Vollbracht!!! TSV Kropp ist Meister!!!

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„Vollbracht ! “ TSV Kropp feiert nach dem 4:2 (1:1) in Büdelsdorf die Landesliga-Meisterschaft

„Vollbracht ! “

TSV Kropp feiert nach dem 4:2 (1:1) in Büdelsdorf die Landesliga-Meisterschaft und den schnellen Wiederaufstieg in die Oberliga

Finn Langkowski  peitscht die  Mannschaft zur „Humba“ ein.
Finn Langkowski peitscht die Mannschaft zur „Humba“ ein.
Im „Abendkleid“: TSV-Betreuer Torsten Boschke.
Im „Abendkleid“: TSV-Betreuer Torsten Boschke.

Büdelsdorf A, wie Abpfiff, Aufsteiger und Party-Anfang – als Schiedsrichter Maschmann dem Landesliga-Spiel (2:4/1:1) im Eiderstadion in Büdelsdorf das Ende bereitet hatte, waren die Kropper nicht mehr zu halten. Die Fans auf den Rängen, Trainer, Betreuer und Auswechselspieler auf der roten Tartanbahn und die Kropper Kicker auf dem satten Grün. Klatschende Umarmungen auf schweißnassen roten Trikots. „Geile Saison von dir“ – „Mensch Zöchling, wie macht du das“ – „Jetzt lassen wir die Sau raus“. Dann vermischten sich Sekt und Schweiß, Finn („Horst“) Langkowski peitschte Team und Fans mit brennenden Schampus-Augen

zur „Humba“ ein. „Nie mehr Landesliga“ schallte es vor der Tribüne durchs Stadionrund.

Der Mittelstürmer des Meisters hatte in der 54. Minute per Kopf zum 2:2-Ausgleich getroffen und damit das 100. Tor der Mannschaft von Trainer Dirk Asmussen erzielt. „Das wird ein teurer Abend für Horst“, meinte Manager Jörg Förster, nachdem er von der Glückwunsch-Parade am Spielfeldrand an die Bande zurückgekehrt war. Langkowski selbst war stolz auf den 100. Treffer, beugte aber großen und kostspieligen Ausschweifungen am Abend im Kropper Vereinsheim vor: „Ein bisschen feiern können wir das ja.“

Mann des Spiels aber war Niklas Zöchling, gefeiert für seinen Kopfballtreffer zum 1:1-Ausgleich (44./Tor Nr. 99) und für seine 3:2-Führung (82./Tor Nr. 101). „Das ist ein besonders schönes Gefühl heute“, strahlte Zöchling nach seinem letzten Spiel nach sieben Jahren beim TSV Kropp. Der 30-jährige Innenverteidiger wechselt zum Verbandsligisten TSV Kronshagen. „Jetzt, wo er seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis gestellt hat, müssen wir über die Höhe der Ablöse noch einmal nachdenken“, meinte Betreuer Torsten Boschke („Pauli“), der extra für die Meisterschaft seinen roten Kilt aus dem Schrank geholt hatte. „Mein Abendkleid zur Feier des Tages“, meinte der St. Pauli-Fan mit Vorfahren aus Schottland.

Dem Anlass gebührend rausgeputzt hatten sich auch einige Spieler-Freundinnen: In schwarzen Kropp-Trikots mit Rückennummer und Namenszug ihres Fußballers. Ricarda mit der 26 und Smit auf dem Rücken drückte ihrem Freund die Daumen, dass er nach der Pause noch eingewechselt würde. Das hatte funktioniert. Zum Leidwesen beider verletzte sich Ken-Marvin Smit am linken Knöchel und musste in 70. Minuten wieder raus. „Eine blöde Situation“, meinte Smit vom Rasen humpelnd. Davon profitierte Robin Grell und machte seine Tor-Ankündigung in der 85. Minute zum 2:4-Endstand wahr.

In Feierlaune auch die Freundinnen in den „kleinen Schwarzen“ mit der „17“ (Eggers) und der „22“ (Horstinger). Der Mittelstürmer hatte zwar trotz mehrerer Chancen keinen Treffer erzielen können, aber mit 33 Toren überlegen die Torjäger-Kanone gewonnen. Heil durchs Spiel gekommen, zog sich der Kropper Goalgetter bei der wilden Hüpferei einen Cut neben der linken Augenbraue zu und wurde von Arvid Reiter gepflastert. Der Kropper Keeper wurde in der 86. Minute eingewechselt. Seine berufliche Zukunft ist ungewiss. Reiter hat sich als Physiotherapeut bei mehreren Bundes- und Zweitligisten beworben. „Ein wenig traurig macht der Abschied schon“, meinte der 24-Jährige, der schon in der Jugend bei den Rot-Schwarzen kickte. „Aber heute wird gefeiert.“

Vom Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) überreichte Staffelleiter Gerd Freisler dem Meister den jetzt in allen Klassen üblichen Wimpel und ließ auch das Plakat vom Flens Cup Meister der Meister aufspannen, an dem der TSV Kropp in der kommenden Saison teilnehmen wird. Die Kropper hatten ob der schlichten Auszeichnung selbst einen Pokal aus der Vitrine im Vereinsheim mitgebracht, um „etwas zum Hochheben“ zu haben. Auch das eigene Plakat war den Kroppern in der Meisterfreude und dem schnellen Wiederaufstieg viel wichtiger. Trainer Dirk Asmussen zeigte am Ende der ersten Ausgelassenheit auf das Banner mit der Aufschrift: „We are back stronger“. „Das war die Zielsetzung, und das haben wir erreicht“, meinte der Coach doch ein wenig ergriffen. Manager Jörg Förster sagte nach dem Abpfiff kurz und knapp: „Vollbracht ! "Michael Bock

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Dem TSV Kropp ist der Titel kaum noch zu nehmen

Dem TSV Kropp ist der Titel kaum noch zu nehmen

TSV Kropp nach 4:1 über die SG Geest 05 fast am Ziel

„Aufsteiger! Aufsteiger!“, skandierten die Fans des TSV Kropp nach dem Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SG Geest 05. Das Team von Trainer Dirk Asmussen gewann verdient mit 4:1 (1:0), der Meistertitel ist dem TSV damit nur noch theoretisch zu nehmen. „Bordesholm hat eine super Rückrunde gespielt und hat uns die ganze Zeit an den Hacken gehangen. Es war gut, dass wir einen Konkurrenten hatten, der immer wieder nachlegte“, sagte Asmussen nach dem er die Saisonleistung seines Teams bei der obligatorischen Bierdusche feierte. „Unabhängig davon, wollen wir natürlich auch die letzte Partie gewinnen. Das ist doch klar.“

Gegen die SG tat sich der Gastgeber im ersten Durchgang schwer, auch, weil die Dithmarscher zum Teil mit acht Feldspielern am eigenen Strafraum verteidigten und den Kroppern somit wenig Platz für kreative Angriffe überließen. Lars Horstingers Schuss aus der Drehung (7.), eine von Geest-Defensivakteur Christian Braatz abgefälschte Hereingabe und Lennard Plagas Versuch aus kurzer Distanz (31.) waren zunächst die besten Chancen für den Tabellenführer.

„Wir haben das Zentrum mega dicht gemacht und haben versucht, die Partie über die Flügelpositionen zu lenken“, erklärte SG-Coach Dennis Ehlers die defensive Ausrichtung seiner Mannen. „Umso ärgerlicher ist es, dass wir nicht spielerisch, sondern durch zwei Standardsituationen geknackt worden sind“.

Einen Freistoß von Kapitän Lukas Henke lenkte Geest-Schlussmann Sören Wiechert noch um den Pfosten, beim nachfolgenden Eckball, der von Finn Langkowski zur Kropper Führung verwertet wurde, war er allerdings machtlos (36.). Nur 120 Sekunden später verpasste Fabian Schelper das 2:0 nachzulegen (38.).Im zweiten Durchgang ein unverändertes Bild. Ein Konter der Gäste führte dabei beinahe zum Ausgleich: Daniel Thiel schoss freistehend übers Tor (55.). Besser machte es der Spitzenreiter auf der gegenüberliegenden Seite: Nach Henke-Freistoß verlängerte Horstinger den Ball mit der Hacke zum 2:0 (58.). „Wir sind geduldig geblieben. Es kommt nicht von ungefähr, dass die ersten beiden Tore durch Standardsituationen gefallen sind“, lobte Asmussen.

Wenig später legten Langkowski (70.) und Daniel Schwennsen (72.) die weiteren Tore nach. Der Anschlusstreffer von Torben Rohwedder war nur Ergebniskosmetik und sollte die ausgelassene und positive Stimmung im Kropper Lager nicht dämpfen. Dem Landesliga-Tabellenführer fehlen nur noch 90 Spielminuten beim Büdelsdorfer TSV, bevor die Meisterschaft und der direkte Oberliga-Aufstieg endgültig in trockenen Tüchern ist. „Wir wollen alles daransetzen, dass die Niederlage gegen Husum, die einzige in der Saison bleibt“, meinte Kapitän Lukas Henke.

TSV Kropp:
Jeromin – Lehmann, Kommorovski, Plaga – Henke – Eggers, Schwennsen, Schelper – Horstinger (79. Zöchling), Langkowski (79. Grell), Hindersmann (70. Asmussen).

SG Geest 05:
Wiechert – Podzun (38. Thiel), Schmidt, Braatz, Löber, Köller, Karstens (77. Thedens) – Splinter (82. Lindemann), Bockhorn – Hahn, Rohwedder.

SR:
Göttsch (Lütjenburg).
Zuschauer:
180.
Tore:
1:0 Langkowski (36.), 2:0 Horstinger (58.), 3:0 Langkowski (70.), 4:0 Schwennsen (72.), 4:1 Rohwedder (84.).
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Osterrönfelder TSV läuft dem TSV Kropp nur hinterher

Osterrönfelder TSV läuft dem TSV Kropp nur hinterher

Nach 4:0-Gala dem Titel ganz nah

Eine weitere Etappe auf dem Weg in die Fünftklassigkeit haben die Landesliga-Fußballer des TSV Kropp durchlaufen. Gegen den chancenlosen Osterrönfelder TSV gewann der Spitzenreiter problemlos mit 4:0 (1:0). Weil das Team von Trainer Dirk Asmussen fahrlässig mit seinen Tormöglichkeiten umging, entging der Gast – bis dahin mit den zweitwenigsten Gegentreffern versehen – einem Debakel. „Das war mit Abstand das beste Rückrundenspiel im Jahre 2018“, lobte Kropps Trainer Dirk Asmussen seine Spieler.

Einzig mit der Chancenauswertung haderte er in dem fast makellosen Auftritt seiner Akteure. „Wenn wir im Angriff einen richtig guten Tag haben, kann es vorne auch zweistellig ausgehen.“

Zufriedenheit und Fröhlichkeit auf Seiten des Tabellenführers, Frust und Enttäuschung dagegen im Osterrönfelder Lager. „Wir sind mit dem 0:4 noch gut bedient. Ich hatte das Gefühl, dass, obwohl der ein oder andere aus der Mannschaft noch kein Vater ist, er eine dreitägige Tour hinter sich hat. Und dann kannst du solch eine Partie beim Spitzenreiter nicht gewinnen. Für uns geht es zwar um nichts mehr, aber wenn ich gegen den Tabellenführer spiele, versuche ich doch mindestens in einen Zweikampf zu gehen und nicht permanent nur hinterherzulaufen“, ging OTSV-Trainer Olaf Lehmann mit seinen Mannen hart ins Gericht.

Die Chancen von Vitalijs Stols (20.), Niklas Neumann (32.) und Jan-Mattes Szalies (44.) waren zu wenig, um die Kropper vor ernsthafte Probleme zu stellen. Im Gegenteil: Der Spitzenreiter agierte mit frühem Pressing und hochstehender Abwehr und zwang den völlig überfordert wirkenden Gegner zu Fehlern. Einer dieser Patzer führte beinahe zum ersten Treffer. Torben Hindersmann schoss mutterseelenallein über das Tor (24.).

Wenig später fiel die überfällige Führung (36.). Anton Merz verwandelte einen Foulelfmeter (Kuklinski an Schwennsen) sicher. „Der ist für mich ein bisschen grenzwertig. Natürlich trifft er auch den Fuß. Aber genau in die Grätschrichtung rollt auch der Ball weg“, ärgerte sich Lehmann über den Schiedsrichterpfiff. Noch vor dem Seitenwechsel legte Lars Horstinger das 2:0 nach (42.).

Auch im zweiten Durchgang waren die Kropper die spielbestimmende Mannschaft und vergaben mit Henke (52./56.) und Horstinger (58.) Chancen im Minutentakt. Wenig später machte es der Führende der Liga-Torschützenliste abgeklärter und erzielte mit einem Doppelschlag (62./64.) seine Saisontreffer 32 und 33. „Meine Spieler haben nicht nur konzentriert gespielt, sondern auch gute fußballerische Lösungen gesucht und gefunden. Das hat Spaß gemacht“, lobte Asmussen das Auftreten seines Teams.

Zwei Spieltage vor Schluss können die Kropper die Sekflaschen kalt stellen. Mit einem Sieg gegen die SG Geest 05 am kommenden Sonnabend wäre die Rückkehr in die Oberliga aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses gegenüber Bordesholm so gut wie perfekt. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass die Saison wie ein 3000 Meter-Lauf ist. Jeder Spieltag sind 100 Meter und so sind wir in den vergangenen Wochen unterwegs. Das werden wir auch in den letzten beiden Partien machen. Wenn wir uns auf unser Tun konzentrieren, ist es egal, was die anderen machen“, so Asmussen.'

TSV Kropp:
Jeromin – Lott, Kommorovski, Plaga – Merz (72. Langkowski) – Smit (66. Schelper), Henke, Lehmann – Schwennsen – Horstinger, Hindersmann (60. Eggers).

Osterrönfelder TSV:
Dollnick – Mosebach, Brocks (26. Kuklinski), Reimer – Stols (51. Potschko), Lehmann – Szalies, Neumann (64. Schröder), Müller, Rathjen – Korkmaz

SR:
Kück (Altenholz).
Zuschauer:
185
Tore: 1:0 Merz (36., Foulelfmeter), 2:0 Horstinger (42.), 3:0 Horstinger (62.), 4:0 Horstinger (64.).