Spielberichte

  • 26.05.18
  • Liga Mannschaft - Büdelsdorfer TSV

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„Vollbracht ! “ TSV Kropp feiert nach dem 4:2 (1:1) in Büdelsdorf die Landesliga-Meisterschaft

„Vollbracht ! “

TSV Kropp feiert nach dem 4:2 (1:1) in Büdelsdorf die Landesliga-Meisterschaft und den schnellen Wiederaufstieg in die Oberliga

Finn Langkowski  peitscht die  Mannschaft zur „Humba“ ein.
Finn Langkowski peitscht die Mannschaft zur „Humba“ ein.
Im „Abendkleid“: TSV-Betreuer Torsten Boschke.
Im „Abendkleid“: TSV-Betreuer Torsten Boschke.

Büdelsdorf A, wie Abpfiff, Aufsteiger und Party-Anfang – als Schiedsrichter Maschmann dem Landesliga-Spiel (2:4/1:1) im Eiderstadion in Büdelsdorf das Ende bereitet hatte, waren die Kropper nicht mehr zu halten. Die Fans auf den Rängen, Trainer, Betreuer und Auswechselspieler auf der roten Tartanbahn und die Kropper Kicker auf dem satten Grün. Klatschende Umarmungen auf schweißnassen roten Trikots. „Geile Saison von dir“ – „Mensch Zöchling, wie macht du das“ – „Jetzt lassen wir die Sau raus“. Dann vermischten sich Sekt und Schweiß, Finn („Horst“) Langkowski peitschte Team und Fans mit brennenden Schampus-Augen

zur „Humba“ ein. „Nie mehr Landesliga“ schallte es vor der Tribüne durchs Stadionrund.

Der Mittelstürmer des Meisters hatte in der 54. Minute per Kopf zum 2:2-Ausgleich getroffen und damit das 100. Tor der Mannschaft von Trainer Dirk Asmussen erzielt. „Das wird ein teurer Abend für Horst“, meinte Manager Jörg Förster, nachdem er von der Glückwunsch-Parade am Spielfeldrand an die Bande zurückgekehrt war. Langkowski selbst war stolz auf den 100. Treffer, beugte aber großen und kostspieligen Ausschweifungen am Abend im Kropper Vereinsheim vor: „Ein bisschen feiern können wir das ja.“

Mann des Spiels aber war Niklas Zöchling, gefeiert für seinen Kopfballtreffer zum 1:1-Ausgleich (44./Tor Nr. 99) und für seine 3:2-Führung (82./Tor Nr. 101). „Das ist ein besonders schönes Gefühl heute“, strahlte Zöchling nach seinem letzten Spiel nach sieben Jahren beim TSV Kropp. Der 30-jährige Innenverteidiger wechselt zum Verbandsligisten TSV Kronshagen. „Jetzt, wo er seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis gestellt hat, müssen wir über die Höhe der Ablöse noch einmal nachdenken“, meinte Betreuer Torsten Boschke („Pauli“), der extra für die Meisterschaft seinen roten Kilt aus dem Schrank geholt hatte. „Mein Abendkleid zur Feier des Tages“, meinte der St. Pauli-Fan mit Vorfahren aus Schottland.

Dem Anlass gebührend rausgeputzt hatten sich auch einige Spieler-Freundinnen: In schwarzen Kropp-Trikots mit Rückennummer und Namenszug ihres Fußballers. Ricarda mit der 26 und Smit auf dem Rücken drückte ihrem Freund die Daumen, dass er nach der Pause noch eingewechselt würde. Das hatte funktioniert. Zum Leidwesen beider verletzte sich Ken-Marvin Smit am linken Knöchel und musste in 70. Minuten wieder raus. „Eine blöde Situation“, meinte Smit vom Rasen humpelnd. Davon profitierte Robin Grell und machte seine Tor-Ankündigung in der 85. Minute zum 2:4-Endstand wahr.

In Feierlaune auch die Freundinnen in den „kleinen Schwarzen“ mit der „17“ (Eggers) und der „22“ (Horstinger). Der Mittelstürmer hatte zwar trotz mehrerer Chancen keinen Treffer erzielen können, aber mit 33 Toren überlegen die Torjäger-Kanone gewonnen. Heil durchs Spiel gekommen, zog sich der Kropper Goalgetter bei der wilden Hüpferei einen Cut neben der linken Augenbraue zu und wurde von Arvid Reiter gepflastert. Der Kropper Keeper wurde in der 86. Minute eingewechselt. Seine berufliche Zukunft ist ungewiss. Reiter hat sich als Physiotherapeut bei mehreren Bundes- und Zweitligisten beworben. „Ein wenig traurig macht der Abschied schon“, meinte der 24-Jährige, der schon in der Jugend bei den Rot-Schwarzen kickte. „Aber heute wird gefeiert.“

Vom Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) überreichte Staffelleiter Gerd Freisler dem Meister den jetzt in allen Klassen üblichen Wimpel und ließ auch das Plakat vom Flens Cup Meister der Meister aufspannen, an dem der TSV Kropp in der kommenden Saison teilnehmen wird. Die Kropper hatten ob der schlichten Auszeichnung selbst einen Pokal aus der Vitrine im Vereinsheim mitgebracht, um „etwas zum Hochheben“ zu haben. Auch das eigene Plakat war den Kroppern in der Meisterfreude und dem schnellen Wiederaufstieg viel wichtiger. Trainer Dirk Asmussen zeigte am Ende der ersten Ausgelassenheit auf das Banner mit der Aufschrift: „We are back stronger“. „Das war die Zielsetzung, und das haben wir erreicht“, meinte der Coach doch ein wenig ergriffen. Manager Jörg Förster sagte nach dem Abpfiff kurz und knapp: „Vollbracht !

Spielbericht vom letzten Spiel

http://www.fupa.net/vereine/tsv-kropp.html